Medizinisch Ästhetisches Zentrum Wien

 











Unterspritzung - Entfalten aus der Nadel

Warum löst die kalte Metallspitze einer scharfen Nadel bei einem Unterspritzungsbegeisterten keinen Angstschweiß, sondern frohlockende Erwartung, Freude auf das Kommende, ja sogar Gier aus ?

Kennen Sie den Film mit Goldy Hawn, in dem sie auf einer Liege liegt, hingebungsvoll dahingestreckt und mit leicht geöffneten Lippen nach " mehr, noch mehr ", lechzt ? Der Zuschauer erwartet einen wunderschönen blonden Jüngling, der sich über Goldy beugen wird, um sie grenzenlos zu beglücken. Aber die Liege steht in keinem romantischen Schlafzimmer, sondern in einer Arztpraxis, und was sie wirklich berührt, ist zwar auch potent, aber kein atttraktiver Liebhaber, sondern eine große Eigenfettspritze, mit der ihr Schönheitschirurg ihre Lippen behandelt.

Oft werde ich in von Patienten gefragt, ob es stimmt, daß wenn man einmal mit Unterspritzungen der Haut begonnen, nie wieder aufhören kann?

Das stimmt, aber nur wenn man das Wort "kann" durch "möchte" ersetzt. Wer einmal gesehen hat, wie rasch sich eine Falte durch Unterspritzungen glättet, möchte nie wieder den knittrigen Urzustand im Spiegel betrachten.

So gesehen sind die Unterspritzungspräparate unverzichtbar in der ästhetischen Medizin. Denn damit lassen sich alle Falten und Einsenkungen der Haut, sogar winzige Krähenfüße um die Augen, alte Aknenarben, Körpernarben, hängende Mundwinkel, schmale Lippen oder ein zu wenig ausgeprägtes Kinn - um nur einige Anwendungsgebiete zu nennen - in ein paar Minuten korrigieren, und das verblüffende Resultat ist sofort sichtbar.

Die Idee, verschiedenste Hauteinsenkungen durch Füllstoffen zu glätten, ist uralt. So hat man im vorigen Jahrhundert dazu Stoffe, wie zerriebenes Porzellan, Korken und Elfenbein verwendet.
Vergleichsweise dazu bin ich sehr froh, daß wir im Jahre 2002 leben, wo der Schönheitsmarkt boomt, und mit jedem Monat neue, effektivere und nebenwirkungsfreiere Substanzen angeboten werden. Trotzdem, oder gerade deshalb, ist es wichtig, einen professionellen Überblick zu behalten und das Unsinnige, Übertriebene abzulehnen. Gerade in letzter Zeit überschwemmen viele billige, ungeprüfte Produkte den europäischen Markt, was aus preislicher Sicht den Abnehmer zwar sehr verlockt, doch die Erfahrungswerte sind teilweise noch viel zu kurz, um als seriöser Arzt, vor allem aber als Patient die Risken möglichen Nebenwirkungen auf sich zu nehmen.

Grundsätzlich unterscheiden wir vier große Substanzgruppen zur Hautunterspritzung:
die KOLLAGENE, die HYALURONE, das EIGENFETT, und SYNTHETISCHE, wie: Gele, Milchsäure -, Acryle-, oder Siliconpräparate.
Von jeder dieser Arten gibt es unterschiedliche Varianten, die verschieden lange im Gewebe eingelagert werden. Sogar zum Eigenfett kann man heute schon Fremdpartikelchen beimengen, damit der glättende Effekt länger anhält.

Kollagene, Hyalurone und Eigenfett sind dem Körper bekannt, da sie als Stützgewebssubstanzen im Organismus vorhanden sind. Unterspritztes Hyaluron und Eigenfett werden deshalb auch sofort von der Haut als eigene Substanz angesehen. Nur beim Kollagen ist es wichtig vor der eigentlichen Behandlung 2 Hauttestungen vorzunehmen, da manche Personen auf Fremdeiweiß mit Allergien reagieren können.
Und da wir schon bei den Nebenwirkungen sind, was kann denn alles passieren, und mit welchen unangenehmen Effekten müßte ein Patient rechnen, wenn er sich unterspritzen lassen möchte ?

Wir gehen davon aus, daß Sie den richtigen Arzt gefunden haben. Sie haben sich bei erfahreneren Freunden erkundigt, vieleicht sogar verdächtig "Ewig -Junge" nach ihrem Geheimnis mutig angesprochen.

Wichtig ist, daß der Arzt, von dem Sie sich unterspritzen lassen wollen ein Profi mit jahrelanger Erfahrung ist, nachweislich entsprechende Kurse und Ausbildungen im ästhetischen Bereich absolviert hat, absolut steril arbeitet, und ein Gefühl für ästhetische Formen aufweist, die er dem Patienten weitervermitteln kann. Dann bleiben nur noch wenige mögliche Risken.

Falls ein Gefäßchen durch den Nadeleinstich platzt, können blaue Flecke entstehen. Um dem vorzubeugen, bekommt der Patient vor und nach dem Eingriff Kühlbeutel auf die betreffenden Hautstellen aufgelegt. Patienten, die blutverdünnenden Medikamenten nehmen, müssen diese nicht unbedingt vor dem Unterspritzen absetzten, sollen Ihren Arzt aber darüber informieren. Eventuelle kleine Blutergüsse lassen sich leicht mit starke deckendem Make - up kaschieren. Altes Make-.up, oder gebrauchte Puderquasten sind oft Brutstätten für Keime, sie sollen in diesem Fall zum Abdecken nicht verwendet werden. Sonst kann es zu Infektionen kommen, die Rötungen und Verhärtungen verursachen. Patienten, die häufig unter Fieberbläschen leiden, können zur perfekten Vorbeugung, vorallem bei Lippenunterspritzungen, vom Arzt Medikamente gegen Herpes verschrieben bekommen.

Da wir ja vom pefekten ästetischen Gefühl des behandelnden Arztes ausgehen, brauchen sie Verunstaltungen, wie extrem aufgeblasene Lippen nicht zu befürchten. Gerade bei der Lippenkorrektur gibt es verständliche Ängste von Patienten vor der Erstbehandlung, die abschreckende Promi-Beispiele aus der Presse kennen. Aber ich kann sie beruhigen, diese wenigen Monsterlippen werden immer wieder gezeigt, weil sie so extrem aussehen. Im Vergleich dazu gibt es aber -zig Frauen und Männer, die durch vollere Lippen jünger aussehen, und niemand erkennt, daß bei diesen schönen Lippen ohne Fältchen der Natur ein wenig nachgeholfen wurde.


Und wie groß ist der Schmerz bei der Entfaltung aus der Nadel ?
Mit gutem Gewissen kann ich versichern : Er ist minimal. Erinnern sie sich an das letzte Blutabnehmen, und ehrlich, hat das Piksen wirklich weh getan ? Das Lippenunterspritzen ist unangenehm, aber nur wenige Patienten verlangen eine lokale Vereisungsspritze. Und wenn man schließlich das Ergebnis sieht, ist überhaupt alles vergessen.
Welches Material für Sie das Beste ist, wird Ihnen Ihr erfahrene Arzt sagen, nachdem Sie ihm Ihre Wünsche genau mitgeteilt haben. Jeder Patient hat eigene Wunschvorstellungen, jede Haut reagiert anders. Daher muß der Arzt den Patienten vor der Behandlung durch fachliche Beratung genauestens darüber informieren, was möglich oder sinnvoll ist, und was nicht.
Danach entscheidet sich, ob mehrere kleinere Sitzungen notwendig sind, und ganz vorsichtig begonnen wird, oder ob mit einem größeren Eingriff alles auf einmal und vorallem permanent durchgeführt werden soll.

Wie auch immer die Entscheidung ausfällt, das Resultat soll natürlich aussehen und dem Unterspritzten große Freude bereiten.

© Dr. Doris Grablowitz


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Dr. Doris Grablowitz - Prim. Dr. Viktor Grablowitz - Medizinisch Ästhetisches Zentrum Wien Kärnten - Seilerstätte 7 - III. Etage - 1010 Wien - Austria - Tel.: +43 1 512 91 92 - Fax: +43 1 512 90 92 - ordi.dg@grablowitz.at