Medizinisch Ästhetisches Zentrum Wien

 











Fettabsaugung
„Der Speck muss weg“

Lieber Leser, wollen Sie wissen, ob Sie der geeignete Typ für eine Fettabsaugung sind? Dann stellen Sie sich nackt vor den Spiegel und betrachten Ihre Figur kritisch. Ist sie zu dick, aber wohlproportioniert, dann beginnen Sie besser mit Ihrer Lieblingsdiät und einem täglichen Sportprogramm. Sind Sie im allgemeinen zufrieden, ärgern sich aber über einen Bauch, der allen Diätattacken hartnäckig widersteht, oder über „Reiterhosen-Oberschenkel“, die schon Mutter und Großmutter plagten, oder den Schwimmreifen an den Hüften, der trotz Bierverbot nicht weniger wird, so wäre eine Fettabsaugung eine Überlegung wert.

Die ersten Fettabsaugungs-, besser Fettauskratzungsversuche bei Männern wurden - Sie werden staunen –von einem Griechen namens Paulus Aegeneta bereits 660 vor Christi Geburt mit einem scharfen Kratzinstrument durchgeführt. Um 1920 wurde die Methode von dem französischen Arzt, Dr. Dujarrier übernommen, der einem Tänzer Fett vom Bein entfernen wollte. Der Versuch verlief schief, und dem Tänzer musste das Bein amputiert werden.Fettabsaugung Kandidat

Nein, bitte keine Angst, wir leben im Zeitalter der „Nassmethode“ und dünnsten Absauge- Instrumente, wir bewundern mutige Trendvorreiter wie die Millionärswitwe Anna Nicole Smith oder die ewig junge und schlanke Sängerin Cher, die sich schon vor Jahren Fett absaugen ließen. Und von 1920 bis jetzt war der Weg lang genug, um weit schonendere Verfahren zu entwickeln.

Die erste interessante Fettabsaugungsanlage mit Absaugekanülen unter Vakuum konstruierte der italienische Arzt Dr. Giorgio Fischer, und stellte sie 1977 erstmals vor. In Frankreich wurde Dr. Pierre Fournier zum „französische Absaugepapst“ gekürt, weil er 10 Jahre später die Sauger durch Spritzen ersetzte, und durch eine großflächigere Arbeitstechnik, die sogenannte „criss-cross Methode“ gleichmäßigere Ergebnisse erzielte. Trotzdem waren die Resultate bis zu dieser Zeit noch nicht befriedigend. Die großen Sauger und dicken Spritzen zerstörten im festen Fettgewebe viele Strukturen, hinterließen Dellen und blaue Flecke und die notwendige Vollnarkose stellte ein zusätzliches Risiko dar.

Das sollte sich aber alles mit der Erfindung des Amerikaners Dr. Jeffrey Klein im Jahre 1987 ändern. Er entwickelte die sogenannte „Nassmethode“ oder „Tumeszenztechnik“, bei der große Mengen an Kochsalzlösung mit einem lokalen Schmerzmittel in die Problemzonen unter die Haut gespritzt werden. Die große Flüssigkeitsmenge lockert im Gewebe die Fettzellen, so dass diese sehr leicht und sanft mit modernen, dünnen Instrumenten abgesaugt werden können und bietet den zu schonenden Strukturen (Blutgefäße, Nerven, Lymphbahnen) einen Flüssigkeitsschutzmantel. Eine Vollnarkose ist durch die örtliche Betäubung nicht mehr notwendig, der Patient ist ansprechbar und kann nach dem Eingriff sofort nach Hause gehen.
Als ich vor ein paar Jahren Dr.Giorgio Fischer in Rom besuchte, zeigte er mir nicht nur seine unglaubliche Klinik, die er aus alten römischen Steinen in einen Hügel hineinbauen ließ, sondern auch seine neueste Erfindung, ein Bett, mit dem der Patient während der Absaugung in jede Richtung gedreht oder aufgestellt werden kann, ohne herauszufallen.

Da der Patient bei der „Nasstechnik“ keine Vollnarkose mehr braucht, sich bewegen und aufsetzen kann, besteht auch die Möglichkeit, feine Restmodellierungen - mit oder ohne Giorgios Bett - im Stehen durchzuführen.

Falls Sie, lieber Leser, schon von der„Ultraschall-Fettabsaugung“ gehört haben, möchte ich sie Ihnen nicht vorenthalten. Sie wurde in den 90er Jahren vorgestellt und sollte alle bis dahin vorliegenden Ergebnisse verbessern. Die Methode konnte sich aber nie richtig durchsetzten, weil die Technik eine stärkere Kanülendicke verlangt, und es durch den Ultraschall zu Hitzeentwicklung, und damit manchmal zu unerwünschten Nebeneffekten kam.

Oft fragen mich Patienten, ob man nach einer Fettabsaugung wieder an derselben Stelle zunehmen kann. Die Antwort liegt in der Eigenart der Fettzelle. Fettzellendepots werden bis zur Pubertät ausgebildet. Sind die Fettzellen einmal vorhanden, so werden sie durch eine Diät nur schrumpfen, aber nicht mehr verschwinden. Nach dem ersten Diätausrutscher mit Schokolade fühlen sie sich wieder glücklich, weil sie dick und rund aufgefüttert wurden.

Aber gewisse Stellen am Körper werden auch bei strenger Diät und starker Gewichtsabnahme nicht kleiner. Meist sind diese familiär bedingt, oft haben nahe Verwandte dieselben Problemzonen an Bauch OS, Hüfte oder im Nackenbereich. Lässt sich ein Patient z.B. im Reiterhosenareal am Oberschenkel absaugen und nimmt später einmal an Gewicht zu, so wird er dort dicker, wo Fettzellen vorhanden sind, aber nicht dort, wo sie angesaugt wurden.

© Dr. Doris Grablowitz


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Dr. Doris Grablowitz - Prim. Dr. Viktor Grablowitz - Medizinisch Ästhetisches Zentrum Wien Kärnten - Seilerstätte 7 - III. Etage - 1010 Wien - Austria - Tel.: +43 1 512 91 92 - Fax: +43 1 512 90 92 - ordi.dg@grablowitz.at