Medizinisch Ästhetisches Zentrum Wien

 











Cellulite
„Weg mit der Orangenhaut“

Am Nachmittag haben es die holländischen Fußballfans am Graben geschafft, meine Ordination im 4.Stock zu überbrüllen, am Abend wurde auf jedem Bildschirm bei Freund und Feind das Fußballspiel Holland gegen Österreich übertragen, sodass ich 90 Minuten lang (Umschalten chancenlos) die knackigen Wadeln und cellulitefreien Oberschenkel der Spieler bewundern konnte. Cellulitebehandlung

Welche Ungerechtigkeit! Ich meine nicht das 3:0, sondern dass bei Männern das Bindegewebe aus schrägen, über Kreuz laufenden Kollagenfasern und sehr kleinen Fettkammern besteht. Bei Frauen ist das Bindegewebe weicher, die Fettkammern sind größer, können mehr Fett aufnehmen und sich extrem weiten. Darüber hinaus treten bei Frauen durch Monatsblutung, Schwangerschaft oder Menopause hormonelle Schwankungen auf, die das Speichern von Fett noch begünstigen. Die Fettzellen quellen zwischen dem Bindegewebe hervor, wodurch es an der Hautoberfläche zu den typischen Vorwölbungen und Vertiefungen kommt, die Ähnlichkeit mit einer Orangenschale zeigen. Deswegen nennt man diesen Zustand auch „Orangenhaut“, oder „Cellulite“, von dem letztendlich über 80% aller Frauen betroffen sind.

Hätte Peter Paul Rubens vor mehr als 300 Jahren eine Frauenfußballmannschaft gemalt, hätten die Oberschenkel anders ausgesehen. Zu seiner Zeit und tausende von Jahren davor galt: „dick ist schön“, weiche, füllige Körper gaben den Ton an, Sicherheits-Fettpölster galten in kargen Zeiten als Wohlstandskennzeichen. Da Essen meist teuer und schwierig zu beschaffen war, konnten sich oft nur Könige oder wirklich Reiche das Dicksein leisten. Sogar die schöne Cleopatra, die immer so schlank dargestellt wurde, soll in Wirklichkeit eine mächtige Frau, mit viel Bauch, üppigem Körper und entsprechender Cellulite gewesen sein.

Ein schwacher Trost.

Mehr stellt sich die Frage, was man gegen Cellulite unternehmen kann. Der Stellungswert von Cremen gegen die Orangenhaut ist laut Untersuchungen von „Stiftung Warentest“ nicht sehr hoch. Man kann sie als unterstützende Therapie einzusetzen, wenn man die winzigen Hautfältchen über dem schlaffen Bindegewebe zusätzlich glätten möchte. Hier empfehlen sich vor allem Cremen, die die Kollagenschichte der Haut aufbauen wie z.B. Zuckerrohrsäure-Cremen vom Arzt.

Grundvoraussetzungen im Kampf gegen die Cellulite sind geregeltes Essen, straffende Bürstenmassagen nach der Morgendusche und täglicher Sport (kann nur 10 Minuten Gymnastik in der früh sein). Wenn sich ein Mensch wenig bewegt, seine Muskeln nicht häufig spannt und entspannt, kann die Lymphflüssigkeit nicht genügend aus dem Gewebe gepumpt werden. Da sie die Aufgabe hat, den Körper zu entgiften, werden die Abfallprodukte in den Zellen gespeichert, die Cellulite verstärkt sich.Cellulite Behandlung

Auf keinen Fall sollen Sie an Gewicht zunehmen. Falls Sie sogar abnehmen möchten, empfiehlt sich die Trennkostdiät, bei der man versucht, Kohlehydrate und Eiweiße getrennt zu genießen.
Generell kann man nicht sagen, dass nur die eine oder andere Behandlung hilft, oft sind Kombinationstherapien besonders günstig.

Beginnen wir mit der Cellulolipolyse, einem Verfahren, mit dem man erstmalig direkt an der Fettzelle arbeiten kann. Dabei werden feinste Nadeln, die an Akupunkturnadeln erinnern, in die Fettschichte unter die Haut gestochen. Die Nadeln sind mit einem Stromnetz verbunden, das vom Patienten selber regulierbar ist, die Fettzellen aktiviert und zum „schmelzen bringt“. Mehrere Sitzungen sind nötig, mit kleinen blauen Flecken sollte man rechnen.

Wer keine Nadeln möchte, kann sich einer noch moderneren Methode, dem Silk.-Light oder Endermologie System (verschiedene Firmen) anvertrauen. Mit elektrisch angetriebene Rollen, und einem kombinierten Vakuum-Ansaugesystem, wird eine Hautfalte erfasst, ein- und ausgerollt, die Mikrozirkulation verbessert, das Bindegewebe gekräftigt und gestrafft. Mit dieser Art von medizinischer Hautgymnastik werden die Fettablagerungen abgebaut und die Celluliteanteile stark verringert. Mehrere Sitzungen sind für eine Kur nötig, 2 Kuren pro Jahr empfohlen.

Auch mit Hormonen kann man gegen die Cellulite vorgehen. Unter ärztlicher Anleitung werden männliche Hormone mittels Jontophorese (Stromverfahren) in die von der Cellulite befallenen Hautareale eingebracht. Zu Beginn der Sitzungen müssen aber die Hormone im Blut bestimmt, und während der Therapie öfters kontrolliert werden.

Zuletzt dürfen wir die wichtige Fettabsaugung nicht vergessen, denn sie glättet die Orangenhaut, in dem sie die Menge an Fettzellen reduziert. Besonders günstig ist es, sich nach der Fettabsaugung noch einer Lymph- oder Ultraschallbehandlung zu unterziehen, da dies die Hautstruktur zusätzlich verbessert.

Welches Verfahren Sie letztendlich vorziehen, für welche Technik sie sich auch entscheiden, die Behandlung der Cellulite entspricht einer guten Lebensphilosophie: Hartnäckig am Ball bleiben und nie aufgeben!

© Dr. Doris Grablowitz


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Dr. Doris Grablowitz - Prim. Dr. Viktor Grablowitz - Medizinisch Ästhetisches Zentrum Wien Kärnten - Seilerstätte 7 - III. Etage - 1010 Wien - Austria - Tel.: +43 1 512 91 92 - Fax: +43 1 512 90 92 - ordi.dg@grablowitz.at