Medizinisch Ästhetisches Zentrum Wien

 











Brustvergrößerungen

Als ich mir gestern in einer Illustrierten das seitliche Bild von Pamela Anderson mit wiedereinmal neuen Brüsten anschaute, hab ich mich gefragt, wie sie mit den Proportionen 1:3  (Bauchumfang gegen Brustumfang) ohne Spiegel sehen kann, welche Schuhe sie gerade trägt. Bewundernswert ist auch der Gedanke an ihr Fitnesstraining. Liebe männliche Leser, hängen sie sich einmal 2 große Kokosnüsse oder Wassermelonen um den Hals und gehen dann ihre übliche Runde  laufen! Eine beachtliche Leistung !  Brustvergrößerungen

Vor Jahren kam mein Sohn aus dem sonst recht konservativen Kindergarten nach Hause, und hat mir im Plauderton über die Tagesthemen erzählt, nämlich einen neuen gebastelten Buchstaben und Pamelas Riesenbrüste. Und nicht nur bei den 5-jährigen hat es Pamela, dank ihrer häufigen Größenwechsel, geschafft, ein bekanntes Sexsymbol unserer Zeit zu bleiben.
 
Das war aber nicht immer so. Bis Mitte der 30 ger Jahre waren weder große noch kleine Brüste ein öffentliches Gesprächsthema. Erst 1935 bezeichneten die plastischen Chirurgen eine abnorm kleine Brust  als krankhafte „Hypomastie“ (= zuwenig Brustgewebe) und gaben übertrieben Diäten und hormonellen Störungen die Schuld daran. Als chirurgische Behandlungsmöglichkeiten schlugen sie den Einbau von Glaskugeln, eigenem Fettgewebe, und Einspritzen von Paraffin vor. Sie begründeten  das damit, dass die abnorm kleine Brust zu Depressionen, zur gesellschaftlichen Ausgrenzung und zu unzumutbaren körperlichen Komplexen  führen könnte.
 
Gegen Ende des 2. Weltkrieges verschwanden auf den japanischen Docks viele Kisten mit industriellem Silikon auf mysteriöse Art  und Weise. Das Silikon wurde japanischen Prostituierten in die Brüste gespritzt, um sie für die amerikanischen Soldaten attraktiver zu machen. Diese Methode der schnellen Brustvergrößerung wurde so beliebt, dass Tausende von Tänzerinnen und Showgirls in Las Vegas dem Beispiel folgten, und sich  flüssiges Silicon einspritzen ließen.

Bei manchen wanderte nach einiger Zeit das Silicon aus den Brüsten in andere Körperteile, verursachte Verunstaltungen, und Erkrankungen.
 
Trotz Verboten und Warnungen  der größten amerikanischen Gesundheitsbehörde, der FDA, vor flüssigem Silicon, hielt die Faszination über  Brustvergrößerungen weiter an. Die industrielle Forschung überschlug sich mit neuen Erfindungen von  Implantaten, die nicht gesundheitsschädigend sein und ideale Formen haben sollten. Erst 1963 wurde das erste, fast perfekte Silikon- Gel -Implantat von 2 Chirurgen aus Texas entwickelt. Es bestand aus einem Silikon-Gummibeutel, der mit Silikon gefüllt war. Auf der einen Seite war es flach, auf der anderen nach außen gewölbt.
 
Bis zur heutigen Zeit haben sich sowohl Form als auch Inhalt und Oberfläche wesentlich verbessert.Brust vergrößern

Trotzdem wurden auf Grund des anfänglichen Silikonschocks auch andere Brustimplantate hergestellt, von denen die mit  NaCl –Flüssigkeit ( kommt natürlich in unserem Körper vor)   gefüllten am gebräuchlichsten sind.  Falls es hier zu Verletzungen kommt, und die Flüssigkeit ins Brustgewebe fließt, passiert im schlimmsten Fall, dass der Beutel ausgetauscht werden muss. Der Nachteil liegt im Angreifen, da sich die NaCl Implantate etwas härter als die weichere Konkurrenz aus Silicon anfühlen.  Aber auch die heutigen Silikonimplantate können bei Unfällen nicht mehr „auslaufen“. Und wenn noch in den 90. Jahren extrem runde Brustkugeln eine Silicon- Trägerin verrieten,  besitzen die neuen Implantate bereits eine komplett natürliche Tropfenform.

Die Kunst des guten Operateurs ist es, das Implantat in das Brustgewebe perfekt einzulegen, und nur einen kleinen Schnitt am Rand des Warzenhofes zu machen. Ist fast überhaupt kein eigenes Brustgewebe vorhanden, muss man das Implantat zwecks besserer Stütze unter den Brustmuskel legen, der Einschnitt wird dann eventuell in die Achselhöhle gelegt. Unter normalen Umständen kann die Operation  ambulant mit Dämmerschlaf durchgeführt werden, und der Patient anschließend sofort nach Hause gehen.

Anders sieht das bei der Brusthebung aus, aber davon in einem anderen Artikel die Rede.

© Dr. Doris Grablowitz


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Dr. Doris Grablowitz - Prim. Dr. Viktor Grablowitz - Medizinisch Ästhetisches Zentrum Wien Kärnten - Seilerstätte 7 - III. Etage - 1010 Wien - Austria - Tel.: +43 1 512 91 92 - Fax: +43 1 512 90 92 - ordi.dg@grablowitz.at